Eine bewusste Bearbeitungssitzung
Der Editor beginnt mit einem bereits geöffneten Projekt. Für die Bearbeitung muss ein unterstütztes, passwortgeschütztes Projekt vorliegen; das Projektpasswort kann beim Start der Sitzung erneut erforderlich sein. Die App zeigt an, welche Einträge bearbeitet werden können.
Es geht um konkrete Änderungen an einem vorhandenen Projekt: einen Parameter anpassen, eine Gruppenadresse verständlicher benennen oder eine Objektverknüpfung ändern. Eine vollständige Neuprojektierung mit beliebigen Produkten wird damit nicht zugesagt.
Parameter, Adressen und Verknüpfungen
Die Eingabe richtet sich nach dem jeweiligen Parameter und seinen unterstützten Regeln. Abhängigkeiten innerhalb der Parameterseiten werden berücksichtigt. Ein abgelehnter Wert wird mit einer Meldung erklärt, statt stillschweigend übernommen zu werden.
Neben den Parametern bietet der Editor mehrere Eingriffe in die Projektstruktur. Welche davon bei einem bestimmten Eintrag möglich sind, ergibt sich aus den Produktdaten, dem Projektzustand und gegebenenfalls den Secure-Anforderungen.
- Parameterwerte
- Unterstützte Werte über die zugehörigen Eingabefelder verändern.
- Gruppenadressen
- Gruppenadressen anlegen, umbenennen oder löschen, soweit die Projektprüfung dies zulässt.
- Objektverknüpfungen
- Gruppenadressen mit Kommunikationsobjekten verbinden oder Verknüpfungen lösen; die sendende Adresse festlegen.
- Objekteinstellungen
- Unterstützte Flags und Prioritäten eines Kommunikationsobjekts bearbeiten.
Nicht nur den neuen Wert sehen
Die Änderungsübersicht stellt die akzeptierten Änderungen mit den zugehörigen Bezeichnungen dar. Rückgängig und Wiederholen helfen, Varianten auszuprobieren oder einen einzelnen Schritt zurückzunehmen. Die Bearbeitung bleibt innerhalb einer gemeinsamen Sitzung nachvollziehbar.
Unter „Wirkung“ lassen sich die Auswirkungen auf die betroffenen, unterstützten Geräte prüfen. Dazu gehören die vom Kern ermittelten Konfigurationsdaten und Tabellen. Prüfmeldungen benennen Einschränkungen oder Gründe, aus denen eine Änderung nicht übernommen werden kann.
Diese Prüfung beschreibt die Projektänderung. Sie ersetzt keine Funktionsprüfung der realen Anlage und löst keinen Geräte-Download aus.

Das Original als Ausgangspunkt behalten
Die erste Ausgabe erfolgt über „Sichern unter“ in eine eigene Datei. Die ursprüngliche Projektdatei wird dabei nicht überschrieben. Anschließend kann eine von KNX Atlas geschriebene Datei weiterbearbeitet und erneut gesichert werden.
Auf dem Mac verwendest du den Speicherdialog, auf dem iPad einen gewählten Ordner. Nicht gesicherte Änderungen sind sichtbar markiert. Auf dem Mac fragt die App beim Schließen beziehungsweise Beenden nach; auf dem iPad solltest du vor dem Wechsel in andere Apps sichern.
Den weiteren Weg der Datei einplanen
Eine von KNX Atlas bearbeitete Projektdatei lässt sich nicht als garantiert direkt importierbare ETS-Datei behandeln. Der normale ETS-Importdialog weist extern geänderte Projekte im aktuellen Entwicklungsstand wegen seiner Signaturprüfung zurück.
Die technische Lesbarkeit wurde in einem separaten Validierungsweg geprüft. Das ist jedoch kein normaler Importablauf für Anwender. Wenn du die Datei später wieder über den ETS-Dialog verwenden musst, ist diese Einschränkung vor einer Bearbeitung entscheidend.
Das Sichern verändert ausschließlich die Projektdatei. Die reale Anlage erhält dadurch keine neuen Parameter, Gruppenadressen oder Applikationsdaten.
