Ein eigener Blick auf die Secure-Informationen
Der Bereich „Sicherheit“ fasst die im Projekt gefundenen Schnittstellen, Tunnel und gesicherten Gruppenadressen zusammen. Bei einem Tunnel zeigt die App unter anderem die Adresse, die Benutzerzuordnung und ob die benötigten Zugangsdaten vorhanden sind.
Bei gesicherten Gruppenadressen wird der Zustand der zugehörigen Schlüsselinformationen sichtbar. Fehlende oder ungültige Daten erscheinen mit einer Erklärung. Das hilft, eine abgelehnte Verbindung einzuordnen, statt nur eine allgemeine Fehlermeldung zu sehen.
IP Secure und Data Secure auseinanderhalten
KNX IP Secure und KNX Data Secure betreffen unterschiedliche Ebenen. IP Secure schützt die passende IP-Verbindung; Data Secure betrifft die gesicherten Gruppenkommunikationsdaten. Eine gesicherte IP-Verbindung bedeutet deshalb nicht automatisch, dass jede Gruppenadresse Data Secure verwendet.
KNX Atlas zeigt den Secure-Zustand dort, wo er zur aktuellen Arbeit gehört: in der Verbindung, am Tunnelplatz, bei der Gruppenadresse und beim vorbereiteten Schreibvorgang. Die Auswahl des passenden Secure-Verhaltens erfolgt anhand des Projektkontexts.
- Schnittstellen und Tunnel
- Zuordnung und vorhandene Zugangsdaten der im Projekt beschriebenen Verbindung prüfen.
- Gruppenadressen
- Gesicherte Adressen und den gemeldeten Zustand ihrer Schlüsseldaten erkennen.
- Schreibdialog
- Die Kennzeichnung sehen, dass ein vorbereiteter Wert gesichert gesendet werden soll.
Auch bei Telegrammen bleibt der Unterschied sichtbar
Im Monitor kann ein gesichertes Telegramm unterschiedliche Zustände haben: erfolgreich entschlüsselt, als Wiederholung erkannt, ohne passenden Schlüssel oder ungültig. Die App zeigt diese Zustände mit Text und Kennzeichnung; sie werden nicht zu einer scheinbar normalen Wertanzeige zusammengefasst.
Im CSV-Export können Secure-Zustände als eigene Spalte erscheinen. Entschlüsselte innere Dienste und Werte werden nur mit der ausdrücklichen Freigabe der Projektinhalte exportiert. Ohne diese Freigabe bleibt die Ausgabe bei den dafür vorgesehenen Roh- und Zustandsinformationen.
Das Passwort gehört zu deiner Projektdatei
Ein passwortgeschütztes Projekt benötigt sein richtiges Passwort. KNX Atlas kann es auf Wunsch im Schlüsselbund des Geräts merken. Die Speicherung erfolgt nicht automatisch und ist an die konkrete Datei gebunden. Ein neu exportiertes Projekt wird dadurch nicht pauschal mit einem alten Passwort behandelt.
Die Schlüsselbund-Einträge sind nicht zur Synchronisierung zwischen Geräten vorgesehen. Öffnest du die Datei auf einem anderen Gerät, kann deshalb erneut eine Eingabe notwendig sein. Das ist unabhängig davon, ob die Projektdatei selbst beispielsweise in iCloud Drive liegt.
Für die Secure-Werkzeuge gibt es kein separates Feld zum beliebigen Eintragen von Schlüsseln. Die App nutzt die unterstützten Informationen des geöffneten Projekts und zeigt an, wenn daraus keine passende Verbindung möglich ist.
Datei, Schlüsselbund und Exporte bewusst handhaben
Die Projektverarbeitung findet lokal im App-Prozess statt. Für das Durchsehen der Datei wird kein Projekt-Upload benötigt. Die App verwendet den lokalen Schlüsselbund nur, wenn du das Merken eines Passworts wünschst; in ihrer Datenschutzerklärung im App-Bundle ist kein Tracking ausgewiesen.
Eine Datei in iCloud Drive oder einem anderen Dateianbieter unterliegt zusätzlich dessen Synchronisierung. Auch ein von dir gespeicherter CSV-Export kann Namen, Werte oder Projektzusammenhänge enthalten. Die Auswahl des Speicherorts und der Exportinhalte bleibt daher Teil deines Arbeitsablaufs.
Eine Secure-Kennzeichnung ist kein pauschaler Kompatibilitätsnachweis für alle Schnittstellen und Geräte. Erforderlich sind passende Produktdaten, gültige Zugangsinformationen und eine vom aktuellen Umfang unterstützte Verbindung.
